Tote Mädchen lügen nicht

Mit diesem Titel schockiert die 2017 erstmalig auf Netflix ausgestrahlte US Serie. Darin nimmt sich die Highschool Schülerin Hannah Baker das Leben. Doch Hannah stirbt nicht still und heimlich- sie hinterlässt ihren Peinigern 13 Audiokassetten, auf denen sie erklärt, welchen Anteil sie an ihrem Tod haben und warum sie diese endgültige Entscheidung traf. Natürlich hat sie damit gerechnet, dass nicht jeder der Täter gleich schuldbewusst ist und daher eine Sicherheitskopie bei einer Person ihres Vertrauens hinterlassen, der die Tapes veröffentlichen wird, sollten nicht alle 13 Peiniger die Kassetten eine nach der anderen anhören. 

„We all killed Hannah Baker!“

Als Zuschauer begleitet man die Protagonisten bei dieser Schmerzvollen Reise in die Vergangenheit und der quälende Frage: Habe ich Hannah Baker getötet? Insbesondere Clay, der unsterblich in Hannah verliebt war, kann es kaum fassen, als er schließlich an der Reihe ist die Bänder zu hören- er ist Nummer 13.

Aber auch Hannahs Eltern leiden. Schließlich wurden sie des Menschen beraubt, den sie mehr liebten als ihr eigenes Leben- und noch dazu gar nicht verstehen warum sie tat, was sie tat.

Mein Fazit:

Eine den Zuschauer in den Bann ziehende, emotional erschütternde und wachrüttelnde Serie, die einen globalen Missstand an Schulen aller Art thematisiert. Personen mit Mobbing-Erfahrungen oder jene, die körperliche bzw. Sexuelle Misshandlung erfahren haben, sollten die Serie bitte nicht alleine anschauen!


© Sylvia Hamacher 2017