Hilfe & Tipps Mobbing ist ein schwerwiegendes Problem. Wer das erkannt hat, ist schon einen großen Schritt weiter, denn nur wer ein Problem auch wahrnimmt, kann es auch angehen. Mobbing hört nicht auf, wenn man es schlichtweg ignoriert oder gar verharmlost. Daher ist es wichtig sich zunächst folgende Fragen zu stellen: 1. Handelt es sich bei der aktuellen Gegebenheit wirklich um Mobbing oder ist es doch eher ein Streit? Sich zu streiten gehört zum Leben dazu, genauso wie sich zu vertragen. Aus Fehlern lernen wir und nur so entwicklen wir uns auch weiter. Es ist wichtig für unsere Entwicklung zu lernen mit Konflikten umzugehen und vor allenm sie zu lösen. Aber wann ist es noch ein Streit und wann Mobbing? Ein wichtiges Indiz ist das Gruppenungleichgewicht, denn während bei einem Streit beide Seiten gleich stark sind (z.B. zwei Freunde streiten sich), herrscht beim Mobbing eine ungleiche Verteilung: eine Gruppe aggiert gegen einen Einzelenen oder eine sehr kleine Personengruppe.Mobbing erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum, entwickelt eine Eigendynamik und wird von den Tätern häufig aus Frustration, Langeweile oder schlichttweg der perversen Freude am Quälen anderer ausgeübt.Die Gruppe die sich um die Täter scharrt, die Mitläufer, handeln meist aus Angst vor den Konsequenzen eines Zuwiderhandeln oder ebenfalls aus Spaß. 2. Welche Rolle spiele ich selbst in diesem Prozess? Bin ich der Betroffene? Beteilige ich mich an dem Mobbing, indem ich die Täter unterstütze, mich an Übergriffen beteilige oder das Verhalten der Täter schlichtweg dulde, ohne etwas dagegen zu machen? Bin ich vielleicht selbst einer der Haupttäter? Oder bin ich einer der Pädagogen an der Schule mit den Vorkomnissen? Beim Mobbing gibt es kein “Ich halte mich da raus” oder “Ich bin unbeteiligt”. Jeder der Wind von den Vorkomnissen bekommt und nicht handelt, macht sich sich strafbar. 3. Was kann ich selbst tun um dem Betroffenen zu helfen und das Mobbing zu beenden bzw. Konflikte gar nicht erst so weit ausarten zu lassen? Hier ist jeder selbst gefragt. Wir alle verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten, Kompetenzen und Grundvorraussetzungen. Jemand der selbstbewusst und beliebt in der Klasse ist, wird eher den Mut aufbringen sich schützend vor das Opfer zu stellen, während jemand der sehr schüchtern ist, eher indirekte Strategien anwenden wird, um dem Betroffenen zu helfen. In jedem Fall ist es sehr wichtig überhaupt zu handeln und aktiv zu werden! Jeder Einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten Mobbing keine Chance zu geben, nutzen sie diese! Mobbing wirft eine Vielzahl an Fragen auf. Das geht nicht nur den Betroffenen so, sondern auch den anderen Personengruppen: Schülern, Eltern, Lehrern, und Direktoren. Natürlich gibt es kein Patentrezept, um dem Mobbing zu entfliehen bzw. sich dagegen zu wehren, genau so wenig wie sich mit Sicherheit sagen lässt, wie man korrekt interagiert oder welche Maßnahmen zu treffen sind, um es erst gar nicht dazu kommen zu lassen, dass auf unseren Schulhöfen und Arbeitsplätzen gemobbt wird. Trotzdem möchte ich zumindest ein paar Denkansätze bieten und Ideen miteinbringen, wie jeder einzelne mit Mobbing umgehen kann, um sich selbst und dem Betroffenen zu helfen. Um dazu mehr zu erfahren, wählen sie einfach die auf sie zutreffende Personengruppe aus. Betroffener Außenstehender Elternteil Lehrer/ Direktor